GRUSSWORT

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Gäste, Sponsoren, Referenten und Lehrer,
liebe Freunde und Unterstützer der Schülerakademie Tutzing,

ich freue mich, dass ich auch in diesem Jahr wieder der Schirmherr dieser Schülerakademie sein darf und danke ganz herzlich Petra Schnabel, Studienleiterin des Jungen Forums, und Herrn Direktor Franz vom Gymnasium Tutzing mit all seinen Kollegen/innen und Schüler/innen, dass diese Schülerakademie zum 5. Male hier in der ev. Akademie Tutzing stattfindet.
„Mit Visionen in eine nachhaltige Zukunft “ - so lautet Ihr selbst gewählter Tagungstitel und ich wünsche Ihnen dazu viel Erfolg, Freude bei der Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen und gute Dialoge in ihren Workshops und im Plenum.
Inspiriert durch das neue Buch von Prof. Hans Peter Dürr „Warum es uns ums Ganze geht, Neues Denken für eine Welt im Umbruch“ möchte ich mein Grüßwort an sie richten. Die Gedanken und Ideen von Prof. Dürr, langjähriger Mitarbeiter von Werner Heisenberg und Träger des alternativen Nobelpreises, fassen sein Lebenswissen zusammen und geben uns umfassend neue Antworten auf alte Fragen:

Was können wir wissen?
Was dürfen wir hoffen?
Was sollen wir tun?

Prof. Dürr zeigt auf, das die Verwerfungen unser Zeit- ob Krieg, Klimawandel oder die Krise der Ökonomie- die fatalen Folgen alten Denkens und eines überkommenden Weltbildes sind. Er fordert einen Paradigmenwechsel. Ihm geht es dabei um eine lebenswerte Zukunft , die geprägt ist von Vielfalt und Verbundenheit: Vielfalt in der Natur und Kultur, Verbundenheit der Menschen untereinander und mit der Natur.
„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach, als ein Wald der wächst“ So lautet eine alte tibetische Weisheit, das in seinem Buch weiten Raum einnimmt. Er zeigt immer wieder auf, das unsere Weisheit heute von „fallenden Bäumen“ dominiert wird - von dem, was gewaltig ist, was schnell passiert, was uns bedroht. Und wenn wir unsere Geschichte betrachten, ist sie nicht voll „fallender Bäume“: Krieg und Zerstörung... Als ich mich mit dieser These auseinander setzte, wunderte ich mich, dass es trotz dieser Zerstörung immer noch Leben und Vielfalt auf dieser Erde gibt. Meine Erkenntnis daraus war, dass es der „wachsende Wald“ ist, auf den es letztlich ankommt. Er ist es, der das Leben fortführt - langsam und vielfältig, ganz unauffällig und doch beständig. Ich schließe mich gerne diesen Zitaten mit der Bitte an: Lasst uns nicht weiter im Getöse der Zerstörung das langsame Entfalten des „Neuen“ übersehen.
Mit herzlichen Grüßen

Ihr Reinhold Metzner
Botschafter der Wirtschaftsregion Ostallgäu
Beirat der Spechtenhauser Pumpen GmbH, Waal und München